Für Kunden

Registrierung und Zugangssperrung
Die Nutzung der Plattform als Kunde setzt eine erfolgreiche Registrierung und die Zustimmung zu diesen AGB voraus. Im Registrierungsprozess wird ausdrücklich auf diese AGB hingewiesen; mit Abschluss der Registrierung gilt die Zustimmung als erteilt.

Careunion ist berechtigt, den Zugang eines Kunden zur Plattform vorübergehend zu sperren oder dauerhaft zu deaktivieren, insbesondere bei:

  • Zahlungsverzug oder wiederholter Nichtzahlung fälliger Rechnungsbeträge gegenüber Händlern oder Careunion
  • Missbrauch der Plattform, z.B. durch missbräuchliche Rückgaben, Betrugsversuche oder die Nutzung falscher Identitätsangaben
  • Verstößen gegen diese AGB oder anwendbare gesetzliche Vorschriften

Über eine Sperrung wird der Kunde unverzüglich informiert. Bei unberechtigter Sperrung hat der Kunde das Recht, Careunion zur Überprüfung aufzufordern.

Kunden sind verpflichtet, ihre Zugangsdaten sicher aufzubewahren und vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Bei Verdacht auf eine Kompromittierung des Accounts ist Careunion unverzüglich zu informieren.

Missbräuchliche Nutzung und Systemmanipulation
Das bewusste Ausnutzen von technischen Lücken, Schwachstellen oder Fehlfunktionen der Plattform ist ausdrücklich untersagt. Dazu zählen insbesondere das Umgehen von Zahlungsprozessen, die Manipulation von Preisen, Rabatten oder Gutscheinen sowie jede Form der missbräuchlichen Nutzung automatisierter Systeme.

Verstöße gegen dieses Verbot berechtigen Careunion zur sofortigen und dauerhaften Sperrung des Kundenkontos ohne vorherige Ankündigung. Careunion behält sich darüber hinaus ausdrücklich vor, bei vorsätzlicher Systemmanipulation rechtliche Schritte einzuleiten, insbesondere zivilrechtliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen sowie Strafanzeige zu erstatten, sofern ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt (z.B. gemäß § 263 StGB Betrug oder § 202a StGB Ausspähen von Daten).

Bestellprozess und Vertragsschluss
Durch die Bestellung eines Produkts kommt ein Kaufvertrag unmittelbar zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Händler zustande. Careunion ist nicht Vertragspartei und fungiert ausschließlich als technischer Vermittler.

Der Händler ist alleiniger Ansprechpartner für alle Fragen rund um Produktbeschaffenheit, Lieferung, Mängelgewährleistung und Rückgabe.

Widerrufsrecht und Rückgabe
Soweit Kunden als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB handeln, steht ihnen ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäß §§ 312g, 355 BGB zu. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab Erhalt der Ware.

Für institutionelle Kunden (B2B), die im Rahmen ihrer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit handeln, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht. Etwaige Rückgabevereinbarungen im B2B-Bereich sind ausschließlich zwischen Händler und Kunden zu treffen.

Besondere Einschränkungen des Widerrufsrechts gelten gemäß § 312g Abs. 2 BGB insbesondere für:

  • Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind und deren Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde (z.B. geöffnetes Verbrauchsmaterial, geöffnete Sterilverpackungen)
  • Individualanfertigungen und speziell auf Kundenwunsch konfigurierte Produkte

Für Medizinprodukte im Sinne der MDR sowie der IVDR gelten zusätzlich die einschlägigen produktspezifischen Vorschriften. Die Abwicklung von Widerrufen und Rückgaben erfolgt direkt zwischen Händler und Kunde.

Mahnverfahren bei Nichtzahlung (Kauf auf Rechnung)
Bleibt die Zahlung einer fälligen Rechnung aus, führt Careunion ein automatisiertes Mahnverfahren in mehreren Stufen durch. Jede Mahnstufe ist mit einer zusätzlichen Mahngebühr verbunden, die dem Kunden in Rechnung gestellt wird:

Stufe Frist Beschreibung Mahngebühr
Zahlungserinnerung Tag 31 Freundliche Erinnerung an die fällige Zahlung, keine Gebühr.
1. Mahnung Tag 35 (7 Tage Frist) Erste Mahnung mit 7-tägiger Zahlungsfrist und Hinweis auf mögliche Mahngebühr. 5,00 €
2. Mahnung Tag 42 (7 Tage Frist) Zweite Mahnung mit weiterer 7-tägiger Frist und Hinweis auf letzte Mahnung. + 2,50 € (Gesamt: 7,50 €)
Letzte Mahnung Tag 49 (7 Tage Frist) Letzte Zahlungsaufforderung mit 7-tägiger Nachfrist; Ankündigung der Übergabe an den Händler oder ein Inkassobüro.

Nach Ausschöpfung aller Mahnstufen ohne Zahlungseingang wird die Forderung an den Händler übertragen. Careunion behält sich vor, ausstehende Beträge im Wege eines Inkasso- oder gerichtlichen Verfahrens beizutreiben. Anfallende Inkassokosten gehen zu Lasten des Kunden.

Lieferung
Die Lieferverpflichtung und Verantwortung für die ordnungsgemäße, fristgerechte und vollständige Lieferung liegt ausschließlich beim jeweiligen Händler. Careunion übernimmt hierfür keine Haftung.

Bei Fragen zu Lieferverzögerungen oder Lieferausfällen wenden Sie sich direkt an den Händler. Händler sind verpflichtet, Kunden unverzüglich über Verzögerungen oder Lieferausfälle zu informieren.

Haftung von Careunion gegenüber Kunden
Careunion haftet unbeschränkt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

Im Übrigen ist die Haftung von Careunion ausgeschlossen, insbesondere für die Qualität der durch Händler gelieferten Waren sowie für Schäden aus verspäteten oder ausgebliebenen Lieferungen. Careunion haftet nicht für technisch bedingte Ausfälle der Plattform, sofern diese nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von Careunion beruhen.